Author: Andy von Rickenbach

Die Neuordnung der Kräfte

Mit der Rückkehr der Dörfler war die alte Ordnung für einen kurzen, glorreichen Moment wiederhergestellt. Die uralte Rivalität lebte neu auf, und ganz Illgau hielt den Atem an, als Bergler und Dörfler einander erneut gegenüberstanden. Es wurde geschrien, gejubelt, gestürzt und gesiegt wie in alten Zeiten. Die Erinnerungen waren zurück, der Stolz war entfacht, und die Fights brannten wieder so heiss wie eh und je.

Doch schon bald zeigte sich, dass nicht alles war wie früher.

Denn während die Dörfler mit neuer Entschlossenheit und alter Wut auftraten, waren auch die Bergler über die Jahre nicht untätig geblieben. Beide Seiten hatten sich weiterentwickelt. Neue Talente waren herangewachsen, alte Legenden hatten ihr Wissen weitergegeben, und was einst ein ehrwürdiger Zweikampf gewesen war, begann langsam aus dem Gleichgewicht zu geraten. Mal dominierten die Bergler mit roher Wucht und unbändigem Laufdrang, mal überrollten die Dörfler ihre Gegner mit listiger Technik und unerschütterlichem Zusammenhalt. Die Kräfteverhältnisse schwankten nicht nur, sie drohten, den gesamten Spielbetrieb in Unruhe zu stürzen.

Bald wurde klar, dass die alte Zweiteilung nicht länger ausreichte, um den Jaglion-Geist auf gerechte Weise weiterzutragen. Zu gross waren die Unterschiede geworden, zu ungleich die Verteilung der Macht. Immer öfter wurde gemunkelt, dass einzelne Spiele schon vor dem Anpfiff entschieden seien. Die einen sprachen von einer zu starken Generation, die anderen von kosmischer Bevorzugung. Wieder andere behaupteten gar, die Sterne selbst hätten begonnen, auf die Geschicke der Teams Einfluss zu nehmen.

Und wie so oft in der Geschichte der Jaglions war es genau diese Vermutung, die sich als wahr herausstellen sollte.

Der Blick zum Himmel

In einer Zeit hitziger Debatten, schmerzlicher Niederlagen und fragwürdiger Kanterniederlagen trat eines Nachts ein Kreis aus Spielern, alten Captains und selbsternannten Sportweisen auf dem Schulhausplatz zusammen. Dort, wo einst Blitz, Rollen und Schicksal aufeinandergeprallt waren, suchten sie nach einer Lösung. Sie blickten nicht auf den Boden, nicht auf Taktiktafeln und auch nicht auf vergangene Statistiken, sie blickten zum Himmel.

Denn dort, so erkannten sie, stand seit jeher geschrieben, was auf dem Platz geschah.

Die Sterne offenbarten, dass die wahre Ordnung der Jaglions nicht allein in Dörfler und Bergler lag, sondern in den uralten Kräften der Elemente. Erde, Luft, Wasser und Feuer, sie alle lebten in den Spielern weiter, verborgen in Temperament, Spielweise und Wesen. Manche kämpften standhaft wie Fels, andere stürmten leichtfüssig wie Wind über den Platz. Einige spielten wandelbar und unberechenbar wie Wasser, während andere lichterloh brannten und jeden Wechsel mit explosiver Wucht suchten.

So wurde beschlossen, eine neue Ordnung zu schaffen, damit der Spielbetrieb gerechter, ausgeglichener und zugleich noch schicksalhafter werde.

Die Geburt der Sternzeichen-Teams

Von da an wurden die Teams nicht mehr allein nach Herkunft, Tradition oder alten Feindschaften eingeteilt. Fortan entschied der Kosmos selbst über die Zugehörigkeit der Spieler.

Es entstanden zwei neue grosse Mächte:

Erde und Luft – das Bündnis der Standhaften und der Flinken, der Taktiker und Läufer, der Spieler mit kühlem Kopf und festem Fundament.

Wasser und Feuer – das Bündnis der Leidenschaftlichen und Wandelbaren, der Kreativen und Unaufhaltsamen, der Künstler und Zerstörer.

Jeder Spieler wurde seinem Sternzeichen folgend einer dieser Mächte zugeteilt. Nicht mehr Dorfgrenze und Berghang entschieden, sondern Geburt, Bestimmung und himmlische Konstellation. Manche nahmen diese Einteilung mit Stolz an, andere mit Skepsis. Einige behaupteten noch monatelang, der Merkur sei rückläufig gewesen und ihre Zuteilung deshalb völlig falsch. Doch schon bald zeigte sich: Die neue Ordnung funktionierte.

Die Kräfte auf dem Feld waren wieder ausgeglichener. Die Spiele wurden unberechenbarer. Kein Team konnte sich mehr allein auf alte Namen oder frühere Ruhmestaten verlassen. Jeder Matchtag wurde zur Prüfung der Elemente.

Die drei heiligen Special Games

Und doch – eines durfte niemals verloren gehen.

Denn auch wenn die neue Einteilung nach Sternzeichen den gewöhnlichen Spielbetrieb bestimmte, so konnte und durfte die uralte Rivalität zwischen Dörflern und Berglern niemals vollständig ausgelöscht werden. Zu tief war sie in den Herzen verankert. Zu viele Geschichten, Narben, Legenden und offene Rechnungen verbanden diese beiden Namen.

Darum wurde ein heiliger Beschluss gefasst:

Dreimal pro Jahr sollten die alten Mächte wiederauferstehen.

In diesen drei Special Games ruht die Ordnung der Sternzeichen. Dann fallen Erde, Luft, Wasser und Feuer für einen Moment zurück in den Schatten. Die Elemente schweigen, und die uralte Teilung kehrt zurück. Dann stehen sich wieder nur noch Dörfler und Bergler gegenüber – so wie es seit jeher vorgesehen war.

Diese drei Spiele sind seither mehr als blosse Partien. Sie sind Erinnerungsfeuer, Ehrenkämpfe, Abrechnungen und Festtage zugleich. Wochen vorher wird spekuliert, provoziert und geheim trainiert. Alte Spieler melden sich plötzlich wieder zu Wort. Vergessene Duelle werden hervorgeholt. Jeder Check, jeder Treffer, jedes Tor trägt in diesen Spielen mehr Gewicht als sonst im ganzen Jahr zusammen.

Denn wer ein Special Game gewinnt, gewinnt nicht bloss Punkte.

Er gewinnt Recht.
Er gewinnt Ruhm.
Und vor allem gewinnt er das unschätzbare Privileg, bis zum nächsten Aufeinandertreffen behaupten zu dürfen, dass sein Volk das wahre Erbe der Jaglion-Geschichte in sich trägt.

Das Zeitalter der doppelten Ordnung

So leben die Jaglions heute in einer neuen Zeit, im Zeitalter der doppelten Ordnung.

Im Alltag regieren die Sterne und Elemente. Erde und Luft kämpfen gegen Wasser und Feuer, und der Spielbetrieb bleibt dank dieser Neuordnung im Gleichgewicht. Doch tief unter dieser modernen Ordnung lodert weiterhin das uralte Feuer. Es schläft nur, bis einer der drei besonderen Tage kommt.

Dann erinnern sich alle wieder daran, wer sie wirklich sind.

Dann werden aus Spielern wieder Bergler und Dörfler.
Dann wird aus einem Spiel wieder eine Geschichte.
Und dann bebt der Schulhausplatz, als hätte der Blitz von damals ihn nie ganz verlassen.

 

Game 5: Das Glück ist mit den Tüchtigen

Durch den Sieg im vierten Spiel hatten sich die Onkes einen Matchball erarbeitet. Die Bergler aber wollen um jeden Preis das Gold verteidigen, dass sie sich in den Frühlings- und Sommer-Playoffs hart erarbeitet hatten. Die Onkes verweilten allerdings im Azorenhoch, da sie die Bergler zuvor im Penaltyschiessen bezwungen haben und konnten den Braten bereits riechen. 

Das Spiel startete und zack waren die Onkes wieder im Vorsprung. Der Onkes Stürmer Hedrix zeigte ein klasse Spiel und schoss Tor um Tor. Die Bergler konnten diesen Tornado einfach nicht stoppen. So ging es weiter im zweiten Drittel, einfach nicht mehr ganz so extrem wie im ersten Drittel. Die Bergler befanden sich im Islandtief und fanden keinen Weg hinaus. Auch der frühe Abgang von Tornadodrix half den Bergler nicht. Die Bergler schossen zwar noch ein paar Tore, was aber im Endeffekt nichts nützte. Die Onkes mauerten im letzten Drittel und brachten den Sieg über die Zeit. 10 zu 4 war das Schlussresultat und die Onkes waren wieder Meister. Die Quintessenz aus diesem Spiel zog der Topscorer der Onkes, welcher auf die Feier wieder anwesend war. Er sagte, dass das Glück immer mit den Tüchtigen sei und gratulierte den Onks zum Playoff Sieg. Gefeiert wurde mit einem lecker Bierchen am Ostersonntach und weiter geht’s mit den Jahreswende-Playoffs.

Juniorenabteilung läuft auf Hochtouren

Am Samstag dem 20. April fand bereits zum zweiten Mal das spektakuläre Juniorenspiel statt. Anders als im Jahr zuvor wurde die Zusammensetzung der Teams gehandhabt. Man verzichtete darauf die Junioren mit den aktiven Spielern zu mischen, sodass diese als Team zusammenspielen konnten. Eine Ausnahme war, dass die Torhüter vertauscht wurden um die Situation bei den Abschlüssen anzupassen. Nebst diesem Ausgleich wurde das altbekannte 4:3 Spielsystem wieder benutzt um die Matches möglichst fair zu gestalten, sodass die Junioren immer mit einem Mann mehr auf dem Feld waren. Nebst all diesen Neuheiten durften die Jaglions mit einem potenziellen neuen Spieler dieses Match bestreiten

Das erste Spiel startete mit 2 frühen Toren der alten Hasen und man dachte, dass die Junioren regelrecht überrumpelt werden würden. Dies ging allerdings nicht so weiter, denn die junge Generation fasste das nötige Selbstvertrauen um auch gegen ihre Vorbilder Vollgas zu geben. Sie gaben alles um nicht noch weiter in Rückstand zu geraten und somit blieb es bei einer Führung mit nur 2 Toren (2:4) nach dem ersten Spieldrittel. Im zweiten Drittel fielen etwas weniger Tore, was auf mehrere Glanzparaden unserer Goalis zurückzuführen ist. Jedoch konnten die Junioren den Abstand um ein Tor verkürzen und mit dem Resultat 5 zu 6 in die Pause gehen. Im letzten Spielabschnitt drehten die Junioren noch einmal mächtig auf, um den alten Hasen das Leben noch einmal schwer zu machen oder um ihren Eltern zu zeigen wozu sie fähig waren. So kam es, dass dieses Junioren Spiel vielleicht das Spiel mit den meisten Fans in der Geschichte der Jaglions war. Deshalb war die Motivation gross und zu guter Letzt hatten die Junioren die Nase vorne und konnten das erste Spiel mit 10 zu 8 für sich entscheiden.

Zum zweiten Spiel dieses Tages traf Verstärkung auf der Seite der Aktiven ein. Der phänomenale Digo tauchte auf. Somit konnte der Anpfiff in angriff genommen werden. Bis vor dem Spiel konnte Digo es kaum glauben, dass das erste Spiel aus Sicht der Profis verloren ging. Doch nach ca. 2 Minuten musste er eingestehen, dass er die Junioren vollkommen unterschätzt hatte (nicht zuletzt, weil diese einen Fehlpass von ihm zum 1 zu 0 verwerteten). Nach den ersten 10min lautete das Resultat 3;2 zugunsten der jüngeren. Als dann im zweiten Drittel der Torwart wieder nach einem frühen Tor hinter sich greifen musste war für die älteren klar, dass nun ein Turbodrink mehr getrunken werden musste! Jedoch nutzte dies nichts und die Spieler gingen mit einem 5 zu 3 in die zweite Pause. Nun legten die Jaglions einen Zahn zu, sodass ein hart umstrittenes Drittel gespielt wurde. Der Spielmacher oder auch Jag-Architekt Sam verteilte Pässe wie noch nie, der grosse Ivov gab Einsatz bis ihm beinahe die Beine versagten und einfach alle mussten ihr Bestes geben damit dieses Spiel noch gedreht werden konnte. Die Jaglions holten auf und glichen zum 6;6 aus, als sich wenig später eine sehr kontroverse Scene ereignete. Als Digo und sein ca. 10 Jahre jüngerer Cousin sich in einem Laufduell begegneten, musste dieser auf die Wiese ausweichen. Die einen behaupteten es sei ein Foul gewesen, doch Digo versicherte, dass es nur eine Schwalbe von seinem Cousin war. Wenig später ertönte die Sirene, doch das Spiel ging in die Verlängerung. Mit der Regel des Golden Goals endete das Spiel wenig später, denn die Jags hatten Ivov im Team, welcher meistens solche Situationen zu 100% ausnutzen kann.

Nach diesem 7;6 Sieg der aktiven Spieler war es über den gesamten Tag ein Unentschieden, was zu einem weiteren Spiel führen wird, bei dem definitiv noch nicht sicher ist ob die Junioren noch einmal in Überzahl spielen werden aufgrund ihrer Leistung. Auch der tollkühne neue Spieler der Jaglions sprach sein Lob aus, jedoch versicherte er, dass er noch wesentlich tollkühner sein werde, wenn er schon bald gegen die Bergler antreten wird.

Game 3: Mehr Assists als Tore

Bergler 10 : 2 Onkes

(3:1 / 3:1 / 4:0)

Die Assistenfüchse schlagen wieder zu auf Seiten der Bergler!!!

Bettbacher Tagblatt

Onkes unterliegen gnadenlos!!!

Berg aktuell

Ikunos und Luke immer noch am Staunen!!!

Rolling Stones

Blauer als der Himmel?

SRF Meteo

Diese oder ähnliche Schlagzeilen waren oder sind momentan in Zeitungen auf der gesamten Erdscheibe zu finden. Kurz und knapp gesagt waren die drei Bergler den 4 Onkes relativ stark überlegen. Mit 10 zu 2 besiegten sie diese. Entgegen der Hoffnungen der Bergler lehnten die Onkes die Aufstellung mit 4 Feldspieler ab, denn die Bergler wollten ihr Momentum voll und ganz ausnutzen und versuchten die Onkes noch mehr zu demütigen.

Die Bergler legten sich sogar dermassen ins Zeug, sodass sie nicht nur 10 von 10 Toren mit Vorlage erzielten, sondern erstaunlicherweise ganze 11 Assists in diesem Spiel gaben…hmmm…naja…was solls? (Güdi mal ausgenommen…er schoss lediglich Tore). Bei den Onkes gab es dieses Problem zumindest nicht aufgrund dessen, dass die beiden Tore von Pfnädi und Dy, welche ohne Assists erzielt wurden.

Game 2: Eine nie endende Aufholjagd

Bergler 7 : 4 Onkes

(3:1 / 3:2 / 1:1)

Bei strahlendem Sonnengleissen und völliger Windstille wurden die Teams zum zweiten Spiel für die Frühlingsplayoffs gerufen. Da die Aufstellung auf der Seite der Onkes noch bis kurz vor Spielbeginn unklar war, war die Spannung nicht zu toppen.

Das Spiel begann mit einem Treffer der Bergler, welcher jedoch nur für kurze Zeit zur Führung verhalf. Die Onkes glichen aus und freuten sich nicht lange daran, da die Bergler zur 3 zu 1 Führung ausholten. Kurz und knapp ging dies ewig so weiter bis zum Endspielstand von 7 zu 4.

Den Onkes blieb nichts anderes übrig als diese Niederlage auf die Anwesenheit vom grossen Güdi zu schieben, der mit seinen 5 Skorerpunkten alle in seinen Alligatoren-Schatten stellte (inklusive seiner eigenen Teamkollegen). Den beiden Onkes Vertreter Ikunos und Luke blieben vor staunen die Räder stehen, sodass sie zusammen insgesamt weniger als 5-mal weniger Skorerpunkte davon zustande brachten.