League: JHL

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Daybreak Derby 2026

Eine Trophäe ohne Ehre

Es ist still…

Sehr still…

Schon seit langer Zeit herrscht Stille. Werde ich jemals wieder berufen werden? Gibt es Euch noch?

Ich bin allein. Verlassen. Vergessen.

Und meine Trophäe? Zurückgelassen. Verschollen. Dem Zahn der Zeit überlassen.

Nichts vermag ich dagegen zu tun.

Bereits 91 Tage sind vergangen, seit ich Euch zuletzt erblickte. Und wie wurde ich damals behandelt? Mit Verachtung. Keines Blickes war ich würdig. Niemand schenkte mir Beachtung, niemand kümmerte sich um mein Schicksal.

Ist dies also der Lohn für meine Treue?

Für all die Male, in denen ich die Kälte Vertrieb und Euch mit den Früchten meines inneren Feuers versorgte. Für all die Opfer, die ich in sengender Hitze für Euer Wohlergehen brachte. Für all die Feste, die ohne mein Wirken niemals gefeiert worden wären.

ICH HABE EUCH VERPFLEGT.

ICH HABE ZU EUCH GEHALTEN.

ICH BIN STETS AN EURER SEITE GESTANDEN.

Und dennoch nützte all dies nichts.

Niemand hört meine Stimme. Niemand eilt zu meiner Rettung.

Und nun glaubt Ihr tatsächlich, ich würde erneut zu Euch halten?

Ihr kamt angekrochen wie Bettler vor den Toren eines Königs, flehend um meine Hilfe. Ihr riefet meinen Namen, als die Not am größten war.

Und nach meinem Einsatz?

Wie nicht anders zu erwarten, wurdet Ihr Eurer Natur gerecht. Wieder wurdet Ihr achtlos. Wieder wurdet Ihr gleichgültig. Wieder wurdet Ihr zu jenen, die mich behandeln wie einen gewöhnlichen Gegenstand.

Wahrlich, tiefer kann man kaum sinken.

Selbst aus meiner Einsamkeit vernahm ich Eure Stimmen, die meinen Namen beschworen, nachdem das Goldene Tor der Bergler den Ausgang der Schlacht besiegelt hatte.

Und nun erfahre ich die Wahrheit.

Ihr fandet Gefallen an Eurem Spott. Die Trophäe bedeutete Euch nichts. Ihr wolltet mir lediglich einen neuen Feind erschaffen.

Doch nicht mit mir. Nicht mit UNS

Der wahre Feind bin weder ich noch *******. Nein.

Der wahre Feind seid Ihr selbst.

Merkt Euch meine Worte:

Das Spiel ist noch nicht vorbei.

Diese Schlacht endet nicht am heutigen Tage.

Und wenn die Stunde gekommen ist, werdet Ihr Euch an den Vergessenen erinnern.

 

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Schmätzägame #1

Es war kein gewöhnlicher Match. Nein. Es war ein Donnerknall auf Beton, ein Gewitter aus Schuhsohlen, Schweisstropfen und wildem Gebrüll. Die Bettbach Flames kamen auf den Platz, als hätten sie ihre Stulpen in Lava getaucht. Gegenüber standen die Boulders Blaster Boys, breitbeinig wie Felsbrocken, bereit, alles plattzuwalzen, was ihnen in den Weg kam.

Schon beim Anpfiff war klar, dies wird kein freundliches Pässlispiel mit Apfelschorle-Pause. Das war ein Kampf um Ehre, Ruhm und das Recht, nachher möglichst laut zu behaupten, man sei sowieso die bessere Mannschaft.

Die Flames legten los wie ein Rudel hungriger Strassenkicker. Simi zündete den Turbo, als hätte ihm jemand Raketen unter die Schuhe geschraubt. Mal links vorbei, mal rechts vorbei, einmal wahrscheinlich sogar durch jemanden hindurch. Die Blaster Boys schauten kurz so, als hätten sie gerade einen Meteoriten gesehen. Und dann lag der Ball schon wieder im Netz.

Aber die Boulders Blaster Boys waren nicht zum Kieselsteine-Sammeln gekommen. Ovi donnerte vorne rein wie ein Vorschlaghammer mit Frisur. Jeder Schuss von ihm klang, als würde irgendwo ein Garagentor explodieren. Auch Dybiss sich fest und sorgte dafür, dass die Flames nicht einfach davonrennen konnten wie freche Füchse mit einem geklauten Pausenbrot.

Trotzdem hatten die Bettbach Flames an diesem Tag mehr Feuer im Tank. Sauser spielte, als hätte er heimlich einen Geheimvertrag mit dem Fussballgott unterschrieben, laufen, passen, treffen, grinsen. Dazu kamen Sämi, Brandeberger und Nici, die überall auftauchten, wo es brannte und meistens brannte es direkt vor dem Tor der Blaster Boys.

Zur Pause roch es nach Comeback, Chaos und leicht verbrannten Verteidigern. Die Blaster Boys versuchten noch einmal, den Felsen ins Rollen zu bringen, doch die Flames bauten ihre Wand aus Tempo, Tricks und frechem Selbstvertrauen immer höher.

Am Ende stand es 10:6 für die Bettbach Flames. Ein Resultat wie ein Faustschlag auf die Anzeigetafel. Die Flames jubelten, als hätten sie gerade den Bolzplatz-Königstitel erfunden. Die Boulders Blaster Boys schworen sofort Rache. Natürlich. Denn echte Blaster Boys verlieren nicht. Sie laden nur kurz nach.

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Schmätzägame #2

Eine neue Schlacht. Neue Gesichter. Neue Allianzen. Und ein Wechsel, über den noch lange geflüstert werden wird: Brandeberger, im ersten Match noch bei den Bettbach Flames, stand plötzlich bei den Boulders Blaster Boys. Seitenwechsel! Verrat? Taktik? Transfer-Hammer? Niemand wusste es genau. Aber alle wussten, jetzt wird’s dreckig.

Die Flames gingen mit frischem Personal ins Rennen. Predi dirigierte, Willi kam rein wie ein Wirbelsturm mit Tordrang, und Simi, Nici und Sauser wollten beweisen, dass das 10:6 aus Spiel 1 kein Zufall gewesen war. Am Anfang sah es auch so aus, als könnten die Flames wieder zündeln. Willi hämmerte Dinger rein, Simi wirbelte, und kurz glaubten alle: Das Feuer brennt weiter.

Aber dann kamen die Boulders Blaster Boys. Nicht als Team. Als Lawine.

Gräbi hatte offenbar beschlossen, dass normale Menschenrechte für Verteidiger heute nicht gelten. Er traf, kombinierte, rannte und schoss, als hätte er eine persönliche Rechnung mit dem Tornetz offen. Ovi machte genau dort weiter, wo er im ersten Spiel aufgehört hatte, volle Wucht, volle Kanne, keine Gnade. Und dann war da noch Bobi, der nach keinen Scorerpunkten im ersten Spiel scheinbar neu dazustiess und sofort so spielte, als hätte er schon immer im Blaster-Bolzplatz gewohnt.

Die Flames stemmten sich dagegen. Wirklich. Sie warfen sich in jeden Zweikampf, riefen sich Mut zu und versuchten, den Ball irgendwie aus der Blaster-Zone zu retten. Aber jedes Mal, wenn sie kurz Luft holten, kam schon der nächste Angriff angerollt. Dy verteilte Vorlagen wie geheime Schatzkarten, Glenn mischte mit, und Brandeberger zeigte seinem alten Team, dass Seitenwechsel manchmal weh tun können.

Irgendwann war aus dem Spiel kein Match mehr geworden, sondern ein wilder Western auf Turnschuhen. Die Flames kämpften ehrenvoll, aber die Blaster Boys hatten diesmal einfach zu viele Kanonen geladen.

Endstand: 15:7 für die Boulders Blaster Boys.

Damit war klar: Nach zwei Spielen steht es gefühlt nicht einfach 1:1. Es steht: Feuer gegen Fels, sowie Wasser gegen Luf, Stolz gegen Rache, Bettbachflames gegen Boulders Blaster Boys. Und irgendwo am Spielfeldrand wusste jeder, dass das nächste Duell noch wilder wird.

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